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Die Klimakatastrophe schwächelt! Meteorologe aus Bad Bederkesa plädiert für tolerante Diskussion

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Bad Bederkesa (hst). Hiobsbotschaften wie das Waldsterben, die BSE-Seuche, Nematoden im Fisch oder Nitrosamine im Bier haben in der Vergangenheit die Gemüter erregt. Heute ist es die vermeintlich drohende Klimakatastrophe. Für den Diplom-Meteorologen Klaus Puls ist dies „…eine von unbewiesenen Behauptungen genährte, bisweilen fanatisch geführte und Angst erregende Diskussion, die der gängigen Sprachregelung zuwider laufende Meinungen ausgrenzt“. CN (Cuxhavener Nachrichten)-Mitarbeiter Hagen Haastert sprach mit Puls, der lange Jahre als Leiter des Wetteramtes in Essen für den Deutschen Wetterdienst tätig war. Seit seiner Pensionierung 2001 lebt Puls, der für rund 150 Veröffentlichungen verantwortlich zeichnet, in Bad Bederkesa und ist nach wie vor ein gefragter Referent.

CN: Wie beurteilen Sie die laufende Diskussion über eine angeblich drohende Klimakatastrophe?

Puls: Viele Physiker und Meteorologen, die mit wissenschaftlich gestützten Argumenten den Horror-Meldungen einer angeblich bevorstehenden Klimakatastrophe widersprechen, werden nicht gehört, und bekommen auch in den Medien kaum ein Forum. Diese einseitig intolerante, viele Menschen verunsichernde Diskussion erweckt in mir den Eindruck einer volksverdummenden und politisch gesteuerten öffentlichen Indoktrination.

CN: Gibt es einen Klimawandel? Ist Klimaschutz möglich?

Puls: Zum Klima gehören unter anderem Niederschlag, Wind, Temperatur und alles ist auch ohne menschliche Einflüsse immer schon Änderungen unterworfen – heute wie früher. Der Begriff Klimaschutz nährt die Illusion, dass man durch Drehen an irgendwelchen Stellschrauben wie CO2-Minderung sich ein angenehmes und stabiles Klima und Wetter schaffen kann. Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist das Unfug.

CN: Wer oder was ist denn nun für die Wetter- und Klimaänderungen verantwortlich?

Puls: Die variable Sonne in Verbindung mit der veränderlichen Erdbahn ist der Motor. Energieumsätze, so auch das Klima in der Atmosphäre werden durch das Auf und Ab der solaren Prozesse wie Sonnenflecken und Energiestrahlung gesteuert. Rückkopplungen im irdischen „Klimasystem“ mit Atmosphäre, Meer, Eis und Gletschern, Biosphäre, Vulkanismus, Gesteinsoberfläche und anderes mehr lösen ganz unterschiedliche Reaktionen verschiedener Größenordnungen aus, die rechnerisch in dem „chaotischen System Atmosphäre“ nicht zu beherrschen sind. Somit sind die daraus abgeleiteten Computermodelle nicht realistisch und entsprechen nicht den tatsächlichen Naturprozessen.

CN: Der Weltklimarat IPPC und andere Institute behaupten aber, CO2, vor allem das vom Menschen erzeugte, bringe den von Natur aus gegebenen Klimawandel aus dem Takt, weil es wie das Glasdach eines Gewächshauses die Atmosphäre künstlich aufheize.

Puls: Zunächst einmal: Dank der oben erwähnten Rückkoppelungen hat es in Jahrmillionen Klimaschwankungen gegeben, die weit über die heutige Größenordnung hinaus gehen, so auch in jüngerer Zeit. In der Römerzeit gab es Weinanbau in England, in der mittelalterlichen Warmzeit lebten die Wikinger auf Grönland. Jedoch – anthropogenes, also vom Menschen erzeugtes CO2 gab es in den früheren Warmphasen nicht. Außerdem weiß man inzwischen aus den Eisbohrkernen, dass nach den Eiszeiten zunächst die Temperatur und erst 500 bis 1500 Jahre später die natürliche CO2-Konzentration in der Luft anstieg.

CN: Aber das CO2 ist weiterhin doch der Bösewicht, der für den angeblich das Klima verändernden sogenannten Treibhauseffekt verantwortlich gemacht wird?

Puls: Wahrscheinlich zu Unrecht. Denn bisher ist dieser Effekt nicht bewiesen, zumal die mit dem Etikett „Treibhausgas“ verteufelten Gase nicht wie das Glasdach eines Gewächshauses wirken können, weil die Atmosphäre nach oben offen ist. Vielmehr sind sich alle Physiker einig, dass eine Verdoppelung von CO2, bezogen auf den vor-industriellen Konzentrations-Wert (1850: 280 ppm; heute 380) lediglich einige Zehntel, maximal 0,7 Grad Celsius Temperaturerhöhung bewirken kann, nach neuesten NASA-Berechnungen nur 0,5°C. Im übrigen sind wir von diesem Verdoppelungs-Wert 560 ppm meilenweit entfernt.

CN: Wieso sprechen dann Klima-Experten von zwei bis sechs Grad in 100 Jahren?

Puls: Um ihre Erwärmungs-Vorhersage zu rechfertigen, bedienen sich die IPPC-Institute eines Zauberstabes, der sogenannten Wasserdampfverstärkung. Wasserdampf ist ja der Hauptabsorber für Infrarot-, also Wärmestrahlung. Demnach soll nun der durch Verdunstung infolge von CO2-Erwärmung zusätzlich erzeugte Wasserdampf die eigentliche Klima-Hitze-Katastrophe auslösen. Das ist eine durch nichts bewiesene Hypothese. Aber die Meteorologen wissen, dass die Wasserverdunstung über den Ozeanen von ganz anderen Faktoren abhängt wie z.B. Wind, Stürmen, Bewölkung, Meeresströmung, Einstrahlung, Wassertemperaturen und -durchmischung. Die Natur macht übrigens derzeit das Gegenteil dessen, was die steigende Erwärmung prognostizierenden Modelle rechnen. So wird es selbst nach den Temperatur-Kurven der IPCC-Klima-Institute (!) vom Gesamttrend her seit zehn Jahren kühler, obwohl die CO2-Kurve beschleunigt ansteigt. Das Temperatursignal hat sich also von der CO2-Entwicklung abgekoppelt. Das wird von den Medien und Politikern nicht zur Kenntnis genommen!

CN: Aber die offizielle Klimapolitik geht nach wie vor davon aus, dass die Erde nicht mehr zu retten sei, wenn wir nicht radikal unsere Treibhausgasemissionen kappen. Sie verläßt sich dabei auf den Weltklimabericht des IPCC von 2007, wonach die globalen Temperaturen immer schneller und mit ihnen der Meeresspiegel und die Anzahl der Naturkatastrophen ansteigen.

Puls: Dem inzwischen eingefahrenen und gegenteilige Meinungen und Fakten unberücksichtigt lassenden Klimakurs insbesondere der europäischen Regierungen muss meines Erachtens entgegengetreten werden, weil offiziell verkündete Behauptungen zum Wetter nicht der Realität entsprechen. Es gibt nämlich keine Signale für eine Klimakatastrophe.

CN: Und wie begründen Sie das?

Puls: Die Global-Temperatur sinkt im Trend seit 1998. Seit 125 Jahren nimmt der Wind an Deutschen Küsten ab, die Zahl der Stürme und Sturmfluten zeigt keinen Trend, weniger schwere Tornados in den USA, keine Zunahme der Hurrikane. Seit 100 Jahren haben laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die Niederschläge in Deutschland um zehn Prozent zugenommen. Der Januar 2008 ist global der kälteste Monat seit 1995. In Afghanistan erfroren rund 800 Menschen und 300.000 Tiere. In China mussten zwei Millionen Menschen zum Schutz vor dem Erfrieren evakuiert werden. In Kairo gab es Temperaturstürze bis unter zehn Grad Celsius, die Akropolis und Jerusalem lagen im Schnee.Laut amerikanisch-kanadischer Satellitenauswertungen gab es in diesem Winter (2007/08) auf der Nordhalbkugel die größte Schnee- und Eisbedeckung seit 1966. In der Arktis hat in diesem Winter die Eisfläche um zwei Millionen Quadratkilometer zugenommen, der Schmelzverlust der vergangenen Jahre ist damit nahezu ausgeglichen. Im antarktischen Sommer 2007/08 haben wir in der Antarktis die größte Menge an Pack-und Treibeis seit 1979 gehabt. Bekanntlich hat das Versorgungsschiff für den Bau von Neumayer III wochenlang dort festgelegen.

Und noch ein Wort gegen die Panikmache mit dem Meeresspiegel-Anstieg. Statt der laut Klima-Modellen parallel zur globalen Erwärmung errechneten Beschleunigung ab etwa 1850 ist eine Verlangsamung eingetreten: Von zehn Zentimetern in der ersten Hälfte auf sieben Zentimeter in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Meeresspiegel an der deutschen Nordseeküste ist seit 400 Jahren nicht mehr so langsam gestiegen wie im 20. Jahrhundert.

CN: Und warum war in Deutschland das Wetter des vergangenen Winters „zu mild, zu warm für diese Jahreszeit“ ?

Puls: Die Atmosphäre arbeitet beim Wetter in Wellen. In den „Wellen-Tälern“, den sogenannten Trögen, wird polare Kaltluft in die gemäßigten Breiten transportiert. In den „Wellen-Bergen“, den Hochkeilen, kommt subtropische Warmluft nach Norden. So erreichte im vergangenen Winter extreme Kälte z.B. China, Afghanistan, den Balkan, Kanada, USA…, wogegen wir in Europa bis hin nach Skandinavien von der warmen Gegenbewegung der Luftströmungen profitierten.

Das oben stehende Interview mit dem Dipl.-Met. Klaus-Eckart Puls wurde von Hagen Haastert geführt, freier Journalist in Bad Bederkesa, und in den Cuxhavener Nachrichten am 24. April 2008 (S.21) veröffentlicht. Mit freundlicher Genehmigung!

Written by jenschristianheuer

12 September, 2008 at 21:10 pm

Veröffentlicht in Klaus-Eckart Puls, Klimadebatte